5 Länder in 4 Tagen

Lang ist es her, dass hier etwas gepostet wurde! Tja, nicht, dass wir nichts erlebt haben, ganz im Gegenteil sogar. Dazwischen aber waren ein wahrlich heißer Sommer und ein Umzug. Und Gott weiß, wie nervig und anstrengend ein Umzug sein kann! Dann noch die Arbeit dazu und zack ist der Herbst da. Im Oktober haben wir aber etwas ganz Verrücktes gemacht. Wir hatten 3 Tagen frei und sind spontan nach Italien gefahren und nein nicht mit dem Fahrrad, sondern mit dem Auto. Warum es verrückt war, tja lest einfach weiter…

Die Reise begann von Flensburg aus Richtung Rostock an einem Dienstagabend nach dem Feierabend, wo wir jemanden schnell zum Geburtstag gratuliert haben. Mein Freund kommt ursprünglich aus Rostock und diese Etappe musste einfach sein. Am nächsten Tag sind wir Richtung Thüringen gefahren, wo wir Freunde besucht haben, die wir seit langem nicht gesehen hatten. Am Donnerstag war es dann endlich soweit und wir sind nach Italien gefahren. Der erste Stopp des Tages war am Bodensee, besser gesagt am Lindau, wo wir uns die Stadt näher angeschaut und die schöne Landschaft genossen haben.

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Leider hatten wir wettertechnisch kein Glück, denn wie man es auf den Bilder sehen kann, war es grau und nass. Nach einer kleinen Stärkung haben wir unsere Reise fortgesetzt, allerdings etwas unkonventionell denn wir wollten nicht auf die gebührenpflichtige Strasse fahren und so haben wir in Bregenz eine kleine Umgehung genommen. In sehr kurzer Zeit waren wir also in Deutschland – Österreich – Liechtenstein –  der Schweiz und schließlich Italien. Wer kann das schon behaupten? Ich fand das auf jeden Fall richtig cool. Auch was die Landschaft angeht, haben wir eine Achterbahn erlebt sozusagen. Meer : “ oh wie zu Hause!“, ein bisschen Berg ohne Schnee „Guck mal die Berge!“, ein Bisschen Berg mit etwas Schnee “ Oh sieh nur, da oben liegt ja Schnee!“, Berge mit Schnee „Oh wie an Weihnachten!“, Ganz viele Berge mit ganz viel Schnee: “ na! gut, dass wir die Winterreifen drauf haben!“, und wieder Berge ohne Schnee „boah es ist ja 18°!“

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Schnee im Oktober hatte ich für meinen Teil noch nie erlebt und fand es wunderschön. Wir sind dann in Mailand um 19.00h bei sommerlichen 18° angekommen, haben wir schnell im Hotel eingecheckt und haben uns mit einer alten Freundin von mir im Restaurant getroffen. Wir waren leger ohne Mantel und fanden es so angenehm warm und sie am Zittern mit dickem Mantel und Schal und sie meinte tatsächlich, dass es ihr kalt war. Ach diese Italiener! 🙂

Am nächsten Tag hiess es Mailand erkundigen. Damit ihr versteht, warum diese Reise einfach crazy war: ich war schon im September in Mailand gewesen und als ich die Fotos meinem Freund gezeigt hatte, war er so begeistert, dass er sich auch die Stadt ansehen wollte. Er wollte sogar an dem langen Wochenende des 3. Oktobers dahin fahren. Aber das wäre doch zu kurz gewesen! ein Bisschen vernünftig sind wir dann doch 😉 Ich bin also Guide für meinen Schatz gewesen. Für Diejenige, die sich auch Mailand anschauen wollen und auch mit dem Auto reisen, gebe ich einen kleinen Tipp weiter: mit dem Auto bis zu einem Parkhaus in Molino fahren, dort das Auto parken und weiter mit der UBahn, die ein paar Schritte vom Parkhaus entfernt ist, bis zu der Stadt. Man spart Zeit und vor allem Geld. In Flenburg bezahlt man in den Parkäuser pro angefangene Stunde 1euro, in Mailand bezahlt pro Tag 1,60euro. Verrückt oder?? wir haben das Ticket für die Metropolitana 6,00e hin und zurück bezahlt. Kinder unter 12 bezahlen nichts. Also ich glaube nicht, dass ich so günstig in Deutschland oder Frankreich eine große Stadt entdeckt hätte. Aber die Italiener haben wir trotzdem ein paar gute Tricks, das Geld aus der Tasche zu ziehen 🙂

Dom

Die Stadt ist einfach unglaublich schön, man ist von der Architektur so beeindrückt. Mailand gehört definitiv zu einer meiner Lieblingsstädte. Es gibt so viel zu sehen, zu probieren, zu entdecken, zu essen, zu shoppen. Paris fand ich daneben nicht so schön. Noch ein Geheimtipp von mir: unbedingt bei Luini essen gehen und anschliessend ein Eis in dem daneben liegenden Laden. Bei Luini staunte ich nicht schlecht das erste Mal, als meine Freundin mir erzählte, dass die Leute verrückt danach waren. Es hatte sich so eine Schlange gebildet, wie hier bei Saturn, wenn das neue Apple Handy billig verkauft wird. Einfach ungläublich und wofür? für frittierte Teigtaschen mit Spinat- oder Tomaten-Mozzarella-Füllung!

Wir sind den ganzen Tag durch die Innenstadt geschlendert, haben den Dom bestiegen und hatten somit einen unvergesslichen Blick auf die ganze Stadt und dies bei strahlend blauem Himmel und schönen 23°.

Am Abend waren wir aber etwas K.O und sind zurück zu unserem Hotel gefahren. Am Samstag müssten wir leider die schöne italienische Stadt schon wieder verlassen, denn wir waren in der Schweiz bei unseren Freunden verabredet und da wir jedesmal zu spät bei denen antreffen, wollten wir es dies Mal nicht vermasseln. Tja wir haben es schon wieder vermasselt. Wir standen im Stau an dem Gottard Tunnel und es nahm kein Ende aber um 16.00 waren in Perrefitte in der frz. Schweiz und haben es uns da gut gehen lassen. Am Sonntag hieß es dann endgültig Arrivederci und Au revoir denn wir müssten gen Norden. Ist es schlecht zu schreiben, dass wir von der Schweiz bis nach Flensburg ung 9 Stunden gebraucht haben? 🙂

Egal diese Reise war es einfach wert und ich würde es jeder Zeit wieder tun. Wir waren zwar bei der Arbeit etwas müde aber die Eindrücke, diese Verrücktheit zu sagen “ komm, wir fahren los!“ und es durchziehen, ist unbezahlbar. Für mich eine meiner besten Erlebnisse dieses Jahres!

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